DIRK-Newsletter Juli 2019

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Die Verrohung der Sprache wird bestimmt in etwa bereits so lange beklagt, wie es Sprache gibt. Doch gibt es Anzeichen dafür, dass wir eine neue Stufe der Unkultur erreicht haben. So ist die Tageszeitung taz bisher eher selten durch verbale Zimperlichkeiten auffällig geworden. Aber im Verlauf der Debatte um die Kandidatur Ursula von der Leyens für das Amt der Präsidentin der Europäischen Kommission sah sich selbst die taz dazu genötigt, die Diskutanten – auch und gerade die, die ihrer eigenen Leserschaft zuzuordnen sind – zur Räson zu rufen. Worum ging es? Es ging im Kern um Umgangsformen, Vertrauensaufbau und Verlässlichkeit, die sich in der Übereinstimmung von Worten und Taten bemerkbar macht. Und hier können wir uns in den Investor Relations-Abteilungen leider auch nicht entspannt zurücklehnen. Laut aktueller Studie schätzen zwar über die Hälfte aller Privataktionäre die Geschäftsberichte als vertrauenswürdig ein. Allerdings nimmt überhaupt nur ein Drittel von ihnen den Geschäftsbericht als verständliche Informationsquelle wahr. Das sollte uns allen zu denken geben, irgendwie ist das sprachliche Ausdruckvermögen in vielerlei Dimensionen aus dem Ruder gelaufen.

Eine ganz andere Art der Geschäftsberichtsanalyse hat dieser Tage ein kleiner, aber feiner Bankenblog vorgenommen. Anhand der Nennung einiger Schlüsselbegriffe in ausgewählten Geschäftsberichten der Branche konnte er Rückschlüsse auf die gesamte Industrie ziehen. Ein interessantes Vorgehen auch für interessierte Texter aus den anderen Branchen. Dass speziell die junge Generation sich nicht richtig abgeholt fühlt, dürfte wohl jedem nach dem Rezo-Video klar sein. Auch hier gibt es für IR noch viel zu tun.

Diese und weitere Themen haben wir wieder für Sie zusammengestellt.

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