Studie: CLAWBACK-KLAUSELN als strategisches Handicap?

Studie: CLAWBACK-KLAUSELN als strategisches Handicap?

Die Finanzkrise hat Diskussionen über die Angemessenheit der Vorstandsvergütung ausgelöst. In zahlreichen Ländern gab es daraufhin Initiativen, sogenannte Clawback-Klauseln in Vorstandsverträge einzufügen. Sie sollen Verhalten von Vorständen verhindern, welches an kurzfristigen Zielen orientiert ist, indem Unternehmen unter bestimmten Bedingungen bereits ausgezahlte Bezüge von ihren Vorständen zurückfordern können. Forscher der Universität Göttingen haben allerdings herausgefunden, dass diese Klauseln auch zu unerwünschten Folgen für die Unternehmensentwicklung führen können.

Dr. Michael Wolff, Professor für Management und Controlling an der Universität Göttingen, hat mit seinem Team untersucht, welche Folgen Clawback-Klauseln für die Unternehmensentwicklung haben. Die wesentlichen Ergebnisse der Studie: Die Einführung von Clawback-Klauseln verändert die Risikowahrnehmung und damit die Entscheidungsgrundlage von Vorständen. Die Forscher fanden robuste, empirische Evidenz dafür, dass sich das strategische Repertoire eines Unternehmens um durchschnittlich sechs Prozent reduziert, sobald Clawback-Klauseln eingeführt werden.

Die Studie finden Sie hier.
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Ansprechpartner

Hannes Bauschatz

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