19. DIRK-Konferenz 2016 - Recap

Zum 19. Mal fand die 19. DIRK Konferenz unter dem Motto „ Investor Relations im Zyklus der Märkte – Rudergänger oder Navigator in schwererer See?“ in Frankfurt am Main statt. 450 Teilnehmer diskutierten über zwei Tage die strategische Funktion von IR.
 
Mit einem Workshop der etwas anderen Art fiel der Startschuss zur DIRK-Konferenz: Im sogenannten „Fishbowl“ – einem interaktivem Diskussionsformat, bei dem die Teilnehmer locker im Kreis sitzen um dynamischer diskutieren zu können, zeigte sich, dass IR-Manager heute nicht mehr nur als Sprachrohr des Emittenten zum Kapitalmarkt fungieren, sondern vielmehr eine strategische Funktion erfüllen.

Unter der Moderation von DIRK-Geschäftsführer Kay Bommer tauschten sich Dr. David Fink (Gerry Weber), Harald Kinzler (CNC), John Paul O‘ Meara (adidas) und Ingo Speich (Union Investment) in einer Paneldiskussion im Anschluss über die strategische Funktion von IR aus. Hierbei stellte sich die Frage, ob ein IR-Manager eher Rudergänger oder Navigator sei. Da die Aufgaben in den letzten Jahren immer vielfältiger geworden seien und der IR‘ler nicht mehr nur die Anweisungen des Vorstands blind erfülle, sondern eben auch als Entscheider eine strategische Funktion einnehmen müsse, sind sich alle einig: Der IR-Manager ist heute eindeutiger Navigator (lesen hierzu das Interview mit Kay Bommer in der Mai Ausgabe des GoingPublic Magazins). Besonders in turbulenten Zeiten mit volatilen Aktienmärkten sollte der IR-Manager stets einen kühlen Kopf bewahren und als souveräner Navigator auch mal stürmische Wellengänge meistern.

Passend dazu beleuchtete Kriminalpsychologe Dr. Thomas Müller, der u.a. engen Kontakt mit dem FBI pflegt, Krisensituationen unter psychologischen Gesichtspunkten. Während die einen in der Lage sind, komplexe Krisenmomente zu erkennen und schließlich an diesen wachsen, „tappen andere in die Krisenfalle und scheitern daran.“ Nicht selten greife auch die berufliche Herausforderung in den privaten, persönlichen Bereich über.

Der zweite Konferenztag war geprägt von Workshops rund um aktuelle Trends in der IR-Branche. Eingeleitet wurde mit der prominent besetzten Keynote, die in diesem Jahr von GE Power-President und CEO Prof. Stephan Reimelt gehalten wurde. Er machte im Wesentlichen darauf aufmerksam, dass wir in einer Zeit des digitalen Umbruchs stehen und die Technologien zunehmend disruptiver werden, was ganz eigene, neue Herausforderungen mit sich bringe

Wie es um den Finanzplatz Deutschland steht und dass dieser trotz einer möglichen Fusion mit der Londoner Börse seine beutende Stellung nicht verlieren sollte, diskutierten im Anschluss Hauke Stars (Deutsche Börse), Kirsten Kistermann-Christophe (Société Générale), Hans-Richard Schmitz (Hamborner REIT) Claus Döring (Börsenzeitung) und Kay Bommer. Alle Teilnehmer plädierten für eine noch stärker ausgeprägte Aktienkultur in Deutschland.

Des Weiteren stand u.a. das für die IR-Branche nicht unerhebliche Thema Digitalisierung auf der Agenda, aber auch das Thema Cyperkriminalität fand Beachtung. Die zunehmenden Regulierungen (MAR,  Quartalsberichterstattung) waren weiterhin ein großer Baustein des Programms.

Als allgemeines Stimmungsbild zeichnete sich ab, dass die Aufgabe des IR-Managers immer wichtiger und komplexer werde. So müssen sich IR‘ler heutzutage den Herausforderungen volatiler Aktienmärkte, weltwirtschaftlicher Krisen, mehr Regularien und zunehmender Digitalisierung, die mit disruptiven Geschäftsmodellen einhergehen, stellen. Gleichzeitig waren sich die Konferenzteilnehmer einig, dass der Kapitalmarkt hierzulande unbedingt mehr Beachtung finden sollte – vor allem müsse der deutsche Finanzplatz weiterhin gestärkt und angekurbelt werden.


Hier finden Sie die Pressestimmen, Fotos/Impressionen und Präsentationen (pdf)/ Videopräsentationen (aufgezeichnete Videos)
Hier finden Sie die Preisträger.
Hier finden Sie die Pressemitteilung dazu.
Hier finden Sie das Konferenzmagazin 
Hier finden Sie das finale Programm

Sponsoren der DIRK-Konferenz